Tourtagebuch & Fotos Alpe Adria WeltkriegsTransAlp

Ich war mit dabei als sich fünfzehn Biker und Bikerinnen, aus vier Nationen, drei Guides und ein Begleitfahrzeug im September 2017 auf den Weg an die Adria machten. Auf den Spuren des ersten Weltkriegs ging es durch drei Länder bei strahlender Sonne aber auch bei sinnflutartigen Regen mit dem Mountainbike an die Adria. Alles nachzulesen und bebildert in meinem Tourtagebuch. Eure Tina

 

 

Tag 1

Schon früh am Morgen herschte um das Bikehome reger Betrieb und die Nervösität war wohl jedem anzumerken. Passt alles mit dem Bike? Habe ich auch alles dabei? Wie wird die Truppe sein? Holländer, Schweden, Österreicher, Deutsche nur zwei Mädels? Lauter Fragen die einem während des Frühstücks durch den Kopf gehen. Mit dem Start um 9:00 Uhr löste sich aber die Anspannung und wir rollten entlang der beiden Seen zum ersten Anstieg. Diese Höhenmeter hatten es in sich und so mancher zweifelte ob  es auch die richtige Entscheidung war sich anzumelden. Die Gruppe zog sich etwas auseinander aber schließlich stand man gemeinsam am höchsten Punkt und blickte ins beeindruckende Drautal. Bei der rassanten Abfahrt waren die langsamen "Hochfahrer" die schnellen "Abfahrer" und so glich sich alles wieder aus. Nach der Mittagspause wurde es sehr traillastig und technisch - unter anderem war am Römerweg gekonntes bergauffahren gefragt. Die Trails in der Schütt trieben nochmals den Puls hoch bevor wir uns das verdiente Bierchen im Gastgarten der Unterkunft schmecken ließen. 

 

Tag101.jpg
Tag102.jpg
Tag103.jpg
Tag104.jpg
Tag105.jpg
Tag106.jpg
Tag107.jpg
Tag108.jpg
Tag109.jpg

 

Tag 2

Strahlender Sonnenschein und ein ausgiebiges Frühstück - was wünscht man sich mehr ? Etwas früher als geplant ging es los, da wir die Bergbahn aufs Dreiländereck nicht verpassen wollten und uns somit 600 steile Höhenmeter ersparten. Der Ausblick war atemberaubend und die erste Lesung von Guide Markus am Grenzstein von Slowenien, Italien und Österreich stimmte uns auf die zu passierenden Kriegsstätten und Wege des 1. Weltkriegs ein. Die Trailpassagen bei der Abfahrt waren knackig und fordernd. Die Fullyfahrer jauchzten und die Hardtailfahrer kamen zeitweise ins Schwitzen. Vorbei an zerfallenen Lazaretten ging es bergab nach Tarvisio und dann hinauf auf den Passo Predil. Zuvor legten wir bei dem türkisblauen See noch eine Rast ein und die Kameras hatten Hochbetrieb. Die letzten Kilometer zum Pass waren dank des soliden Untergrunds bald hinter uns und die Abfahrt nach Slowenien wurde zum Geschwingigkeitstest :). Mitten in der Abfahrt erwartete uns wieder eine Stellung mit historischen Soldaten und das Fort Hermann - eine beeindruckende Festungsanlage mitten in der schroffen Bergwelt. Die Fahrt zur (mit kurzen Schiebepassagen) Festung aber vor allem wieder retour werde ich so schnell nicht vergessen - Steintrails vom Feinsten. Danach ging es gemütlich nach Bovec, wo uns eine stylisch - moderne Unterkunft und ein uriger Gasthof zum Abendessen erwartete.

 

Tag201.jpg
Tag202.jpg
Tag203.jpg
Tag204.jpg
Tag205a.jpg
Tag206.jpg
Tag207.jpg
Tag208.jpg
Tag209.jpg
Tag209a.jpg
Tag209b.jpg

 

Tag 3

Wieder lachte die Sonne vom Himmel und alle freuten sich auf die Trails entlang der türkisblauen Soca - einem Fluss, wie er schöner nicht sein kann. Nach einem kurzen Straßenstück ging es gleich trailig bergab, über eine Hängebrücke und über weißes Kalkgestein entlang kitschig türkisem Wasser. Heute hatten wir die ersten Blessuren zu beklagen - aber alles nur oberflächliche Schürfungen. Die unzähligen Hängebrücken verführten zum Fotoshooting bevor es auf ruppig-steinigen Untergrund bergauf und bergab ging. Die Schweißperlen gitzerten und die Wadl meldeten sich. 700 Höhenmeter Tagesleistung klingen wenig - können aber durchaus fordern. Ein Naturhighlight war der versteckte Wasserfall den unsere Guides zielsicher ansteuerten. In Kobarid besuchten wir das bekannte Weltkriegsmuseum. Das Museum ist sehr beeindruckend aber auch bedrückend - so manch kalter Schauer lief uns über den Rücken. Zur Unterkunft, einem traditionellen Gasthof war es dann nicht mehr weit und das Abendessen wurde wieder zu einer kleinen Feier.

 

Tag3bild1.jpg
Tag3bild2.jpg
Tag3bild3.jpg
Tag3bild4.jpg
Tag3bild5.jpg
Tag3bild6.jpg
Tag3bild7.jpg
Tag3bild8.jpg
Tag3bild9.jpg
Tag3bild9a.jpg
Tag3bild9b.jpg

 

Tag 4

Der Himmel öffnet seine Schleusen - Wettersturz. Als wir in der Früh aus dem Fenster blickten wurde die Ahnung Gewissheit - heute wird es richtig nass. In zwei Gruppen ging es bei strömenden Regen und Nebel ca. 1000 Höhenmeter bergauf. Irgendwann bekommt es etwas Meditatives - nur ich und mein Bike, der prasselnde Regen, das Abrollgeräusch der Stollenräder auf dem Asphalt und das entgegenkommende bächleinartige Wasser. Die Regenbekleidung hielt erstaunlich lange dicht und wir erreichten den höchsten Punkt mit guter Stimmung und es wurden blöde Witze gerissen. Als es dann auch noch donnerte und blitzte fanden 17 Personen in einer Bauhütte Platz und warteten bis das Ärgste vorbei war. Die geplanten Trailpassagen am Sentiero della Pace mussten natürlich gestrichen werden. Die Abfahrt nach Italien wurde zügig erledigt und bei endlich nachlassenden Regen erreichten wir das Weingut Sgubin in Prepotto. Das Willkommensglaserl zauberte ein Lächeln auf die Gesichter und nach der warmen Dusche gab es ein kulinarisches Feuerwerk mit zwei Weinproben zu jedem Gericht - da war der Regen fast wieder vergessen.

 

Tag4bild1.jpg
Tag4bild2.jpg
Tag4bild3.jpg
Tag4bild4.jpg
Tag4bild5.jpg
Tag4bild6.jpg
Tag4bild7.jpg
Tag4bild8.jpg
Tag4bild9.jpg
Tag4bild9a.jpg

 

Tag 5

In der Früh nieselte es ein wenig und die Hoffnung auf trockeneres Wetter wurde fast erfüllt. Wir starteten gleich bergauf und erklommen unser erstes Ziel, den Monte Sabotin. Belohnt wurden wir auf dem ehemalig schwer umkämpften Berg mit einer beeindruckenden Fernsicht über die Stadt Görz. Als nächster Berg stand der Monte Quarin am Programm mit einer wiederum beeindruckenden Fernsicht über die Weinstadt Cormons. Dann wurde es aber richtig dreckig. Guide Martin führte uns auf einen Trail mit unzähligen Spitzkehren (ich glaube es wahren 12 Stück) talwärts, die lehmige und nasse Erde verklebte unsere Stollen und so wurde das ganze bei nich perfekter Fahrtechnik zur Rutschpartie und Schlammschlacht. Eine colle Sache, leider auch mit einigen Schrammen an Ellbogen und Knie. Danach ging es auf schmalen Wegen durchs Dickicht, durch Bäche und Wälder wieder in Richtung Zivilisation.

So schmutzig waren wohl viele Bikes und Fahrer noch nie - zuhause fährt man bei so einem Wetter ja auch nicht. Alle freuten sich über die nächste Weinverkostung in Idrisko und da lachte sogar wieder die Sonne vom Himmel. In Capriva bezogen wir dann wieder eine stylische Unterkunft und am Abend ging es per Rad zum Abendessen - wir bekommen einfach nicht genug ;)

 

Tag5bild1.jpg
Tag5bild2.jpg
Tag5bild3.jpg
Tag5bild4.jpg
Tag5bild5.jpg
Tag5bild6.jpg
Tag5bild7.jpg
Tag5bild8.jpg
Tag5bild9.jpg
Tag5bild9a.jpg
Tag5bild9b.jpg
Tag5bild9c.jpg

Tag 6

 

Auch wenn die Sonne nicht lacht - wir freuen uns über die trockeneren Verhältnisse beim Tourstart und los gehts in Richtung Adriaküste. Über Schotterwege, durch Weingärten und durch kleine Dörfer tragen uns unsere Räder bis nach Gradisca  wo es mit der Gemütlichkeit schlagartig vorbei ist. Der Monte San Michele erwartet uns mit ruppigen Karstgestein, das durch den vielen Regen rutschig und schwer zu befahren ist - Konzentration und Gefühl ist gefragt um die Bergaufpassagen ohne Schieben zu bewältigen. An der Spitze des Berges erwartet uns wieder ein beeindruckendes Kriegsmonument bevor es über schmale Pfade und Waldwege weiter in Richtung Steilküste geht. Der erste Blick aufs Meer ist etwas ganz Besonderes. Zuletzt gibt es noch einen flowigen Trail bis direkt ans Ufer und dann fangfrischen Fisch und Prosecco vom Fass. Zufrieden, stolz aber auch etwas müde sitzen wir am Meeresufer und genießen den Moment. Zurück nach Feld am See geht es mit zwei Bussen und im Lindenhof erwartet uns noch ein Abschiedsdinner der Sonderklasse.

 

Tag6bild1.jpg
Tag6bild2.jpg
Tag6bild3.jpg
Tag6bild4.jpg
Tag6bild5.jpg
Tag6bild6.jpg
Tag6bild7.jpg
Tag6bild8.jpg
Tag6bild9.jpg

 

Fazit: Am Ende standen 310 Kilometer und 6150 Höhenmeter am Display, man hat viel erlebt, viel gelacht, viel getreten und eine Ahnung vom ersten Weltkrieg bekommen. In einer Art und Weise wie sie für einen Mountainbiker nicht besser erzählt werden kann. Die Gruppe aus vier Nationen bleibt mit Sicherheit  in bester Erinnerung und eigentlich waren die regnerischen Tage gar nicht so schlimm :) Trails muss man allerdings mögen wenn man sich auf diese Tour begibt, denn ohne Erfahrung und einer Passion für dieses Bikeelement kommt der Spaß mit Sicherheit zu kurz.  Eure Tina

 

 

Unverbindliche Anfrage, Anmeldung & Buchung

 

schneeschuh800x600

Ski & Schneeschuh

25.- 28.12. / 2.- 6.1.2020
3 Nächte ZF mit Skipass

ab € 212,-- pro Person

mehr Details

slider winter9

Ganz kurz mal weg

2.1.-7.3.2020

1 Nacht mit HP+Skipass
ab € 170,- pro Person

zum Angebot

 

badkleinkirchheim skirast3 mathias praegant

Semsterferien & Fasching

1.2.-29.2.2020

6 Nä HP & 6 Tages Skipass

2EW+2Ki ab € 1.920,--

weitere Infos

 

slider skitherme9

Ski & Thermen Tage

7.3.-16.3.2020

3 Nächte inkl. Skipass

ab € 267,-- p.P. mehr Details

SkiErwachsene800x600

Ski & Relax Days

6.-31.01./ 29.2.-6.3.2020
3 Nächte HP ab € 339,-- pP

mehr Details

uroSkipass

1 €uro Kinder-Skipass bei

Kauf eines 6 T. Skipass EW

fährt Ihr Kind um € 1 / Tag

mehr Details

icon facebook  icon instagram  icon holidaycheck icon tripadvisor

Hotels mit Hotelbewertungen bei HolidayCheck

gault millau  slow food  mountain bike holidays  qualitaet kaernten  best price  logo bad kleinkirchheim grau